"Familienforscher in Dithmarschen" treffen sich in Lunden

Erfolgreiches, wiederholtes Treffen der "Familienforscher in Dithmarschen" am 17.09.2011 in der Friedrichstraße 22 beim DRK in Lunden .

Nach der Begrüßung der Teilnehmer des Arbeitskreises "Familienforscher in Dithmarschen", es waren am 17.09.2011 insgesamt 20 Teilnehmer, der auf 56 Mitglieder angewachsenen Forschergruppe, nach Lunden gekommen. Zum Ablauf des Tages hatte Volkert Thiessen folgendes Programm vorgesehen.

Führung über den Geschlechterfriedhof und anschließend zurück in den Arbeitsraum beim DRK in der Friedrichstraße 22 in Lunden zum Klären von Fragen und weitere Vorgehensweise in den jeweiligen Arbeitsgruppen.

Nachdem ein Foto von der Forschergruppe am Eingang des Friedhofs gemacht wurde, empfing uns Herr Löbkens vom Kirchenvorstand zu einer Führung durch die St. Lorentius Kirche (1140 erstmalig erwähnt) und über den Geschlechterfriedhof. Eine rundum gelungene Sache mit vielen Informationen zur Regionalgeschichte nicht nur von Lunden, sondern auch aus der Regentenzeit der Dithmarscher. Herr Löbkens zeigte uns auch eine Karte von 1538 mit der Abbildung Nordeuropas, auf der der Ort "Lunden" bezeichnet war, demzufolge war Lunden eine bedeutende Stadt (Handelsort mit Hafen) in damaliger Zeit für den Bereich von Nordeuropa. Die einzelnen Geschlechter hatten auf dem Friedhof in Lunden jeder eine Gruft, deren Grabplatten heute von der Witterung arg mitgenommen sind. Diese Informationen sind, wenn sie nicht in Büchern früher bereits festgehalten wurden, für immer verloren. Nur wenige Grabsteine lassen sich noch einigermaßen entziffern.


Aus genau diesen Gründen ist die Forschergruppe "Familienforscher in Dithmarschen" ins Leben gerufen worden. Die Arbeit die bereits seit Jahrzehnten von fleißigen Heimat- und Familienforschern gemacht wurde soll in die Computer eingegeben werden und so für die Zukunft besser zugänglich, aber vor allem gerettet und gesichert werden. Oft wissen Hinterbliebene nicht wohin mit den Aufzeichnungen des jeweiligen Forschers aus den Familien. "Es dürfen sich diese Familienforscher bei uns melden, die ihre Daten für die Zukunft gerettet haben möchten", sagt Volkert Thiessen "nicht jeder Familienforscher will sich erneut die Mühe machen seine Daten in einen Computer einzugeben, diese Arbeit übernehmen wir gerne". Viele ältere Familienforscher haben auch keinen Zugang zu der Computerwelt von heute, deshalb sind alle aufgerufen und herzlich bei uns willkommen um ihre Daten bei uns für die Zukunft zu sichern.

Bei einer zur Tradition gewordenen Kaffee- und Kuchenpause im DRK-Gebäude wurde über die Eindrücke der Führung und ebenso Gespräche zum Thema Ahnenforschung geführt.

Volkert Thiessen zeigte den Forschern Tipps im Umgang mit dem Genealogie Programm "FTM 2010" und beantwortete Fragen der Teilnehmer die er aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung erworben hat. Die Zeitschrift "Computer Genealogie", die 4 mal jährlich erscheint und 5,- € je Ausgabe kostet ist auch eine Stütze in der Computergenealogie. Eine Mitgliedschaft für 30,- € beinhaltet den Erhalt der Zeitschrift. In der letzten Ausgabe wurde die Bildbearbeitung von alten Fotos behandelt. Volkert Thiessen nutzte die Gelegenheit um auf einen solchen Kursus, speziell für unseren Forscherkreis hinzuweisen.

Die einzelnen Arbeitsgruppen arbeiten auf folgenden Gebieten:
AG - Friedhöfe (um die Grabkultur, die häufig nach 20 Jahren verschwunden ist zu dokumentieren)
AG - Sippenkartei (Überführung der Aufzeichnungen aus den 30er Jahren in computerlesbare Daten)
AG - Ämter- und Kirchenzugehörigkeit (sehr aktuell, da die Ämterstruktur sich gerade geändert hat)
AG - Zeitungsanzeigen (auch als "Lückenquelle" der Datensammlungen)
AG - Alte Schriften transcriptieren
Sinn und Zweck von diesen Arbeitsgruppen ist es, effektiver die Familienforschung zu betreiben, damit nicht zwei oder drei Leute an den gleichen Quellen parallel kämpfen und somit Zeit vergeudet wird in der schon doppelt soviel erreicht werden könnte. Weiterhin bleibt es das Ziel der AG´s sich weiter im Land bekannt zu machen, damit für jeden Forscher die Möglichkeit in der Zukunft gegeben ist, das seine Ergebnisse nicht verloren gehen, falls Nachkommen in der Familie kein Interesse an den Arbeiten haben. Volkert Thiessen zeigte anhand von Beispielen in Buchform wie die Sammlungsdaten, gesichert werden können und somit die Arbeit von Jahrzehnten nicht verloren wäre.

Die verschiedenen Datenquellen: Familienaufzeichnungen, Familienstammbücher, Tagebücher, Ahnentafeln, Fotos, Geschichten aus Erlebnissen der Älteren zu bestimmten Anlässen, Kirchenbücher, Archivdaten usw.
Diese Daten/Materialien können leihweise zur Bearbeitung bzw. Auswertung bereitgestellt werden. Persönliche Daten werden vom Arbeitskreis vertraulich behandelt und nicht ins Internet gestellt!

Und nicht zuletzt eine Hilfestellung am Computerprogramm z. B. "Familie-Tree-Maker-2010".

Das Beispiel Familienforscher in Dithmarschen trägt auch Früchte in den Nachbarregionen, so ist im Bereich Indien-Aukrug eine Gruppe dabei sich zu etablieren, wie auch im Flensburger Raum, die jetzt neu ins Leben gerufen wurde.




(Vorherige Berichte)

Keine Kommentare: